Muskulatur

Verletzungen an der Muskulatur machen circa ein Drittel aller Sportverletzungen aus. Oftmals werden sie als harmlos eingeschätzt und daher nicht gleich behandelt. Doch die Folgen einer Muskelverletzung sollten nicht unterschätzt werden. Sollte eine Zerrung oder ein Riss nicht direkt behandelt werden, können die Folgen Dauerschäden und lange Trainingspausen sein.

Da jede Bewegung nur durch unsere Muskeln möglich gemacht wird, sind sie ständigen Belastungen ausgesetzt. Besonders bei Sportlern besteht ein hohes Risiko. Im Folgenden sind einige Verletzungen aufgelistet. Sie erfahren dort alles über die Ursachen und die Behandlungen im gelenkwerk Weiberlenn.



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Muskeln | gelenkwerk Weiberlenn

Unsere Leistungen im Überblick:
Die Muskelzerrung zählt mit zu den häufigsten Sportverletzungen. Besonders betroffen sind Sportler, die oft beschleunigen und abbremsen. Darunter zählen zum Beispiel Fuß- und Handballer. Der Grund ist eine plötzliche Überdehnung des Muskels. Die Symptome einer Zerrung sind krampfartige Schmerzen die mit der Zeit zunehmen. Im Gegensatz dazu treten die Schmerzen bei einem Muskelfaserriss plötzlich und unvermittelt auf.
Das Besondere an den Symptomen eine Muskelzerrung: Die Schmerzen nehmen langsam und kontinuierlich zu. Das unterscheidet sie von Sportverletzungen wie dem Muskelfaserriss, der plötzlich und unvermittelt auftritt.
Die Diagnose bei einer Muskelzerrung wird zuerst über die Symptome gestellt:

  • zunehmende Schmerzen
  • eingeschränkte Muskelfunktion
  • Muskelkrämpfe

Bildgebende Diagnoseverfahren wie eine Soniographie oder eine MRT kommen bei einer Muskelzerrung zur Diagnose nur selten zum Einsatz.

Die Behandlung einer Muskelzerrung zielt in erster Linie darauf hinaus, die Symptome zu therapieren. Durch eine Zerrung ist der Muskel nicht strukturell geschädigt, sondern es besteht eine Überlastung des Gewebes. Daher ist es wichtig, die muskuläre Fehlsteuerung aufzulösen.
Im Idealfall beginnt die Therapie einer Muskelzerrung mit einer zügigen Erstbehandlung nach dem sogenannten PECH-Schema:

  • Pause
  • Eis
  • Compression
  • Hochlagern
Ein Muskelfaserriss tritt plötzlich auf und hat einen stechenden Schmerz zur Folge. Von einem Muskelfaserriss war fast jeder Sportler schon einmal betroffen – egal ob Fußballer, Tennisspieler oder Sprinter. Häufig lösen plötzliche hohe Belastungen der Muskulatur einen Muskelfaserriss aus. Auch eine lang andauernde starke Beanspruchung des Muskels kann zu einem Muskelfaserriss führen. Die Symptome eines Muskelfaserrisses sind plötzlicher Kraftverlust im Muskel, Hämatome, Schwellungen und stechende Schmerzen.
Die Diagnose eines Muskelfaserrisses beginnt mit der Untersuchung der Symptome und des Unfallhergangs. Mit Hilfe verschiedener Bewegungstests wird das Ausmaß der Verletzung eingeschätzt.
Genauere Anhaltspunkte über das Ausmaß des Muskelfaserrisses liefert die Sonographie. Mit dieser Technik kann ein Bluterguss sicher dargestellt werden.
Ein Muskelfaserriss muss im Idealfall direkt behandelt werden. Hierbei spielt das PECH-Schema (Pause, Eis, Compression, Hochlagern) eine zentrale Rolle. In der Regel kommen bei der Therapie eines Muskelfaserrisses schmerzhemmende Medikamente, wie Ibuprofen oder Diclofenac zum Einsatz. Bei einem schwerwiegenden Muskelfaserriss, kann eine Operation notwendig sein. Dabei werden die gerissenen Muskelfasern wieder zusammen genäht und der Bluterguss entfernt.
Im Gegensatz zur Muskelzerrung reißen beim Muskelbündelriss die Fasern und Einblutungen sind die Folge. Die Symptome unterscheiden sich kaum von einem Muskelfaserriss: plötzlich auftretender stechender Schmerz, akuter Muskelkraftverlust und Blutergüsse. Die Diagnose und Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Verletzung. Häufig betroffen sind Sportler, die plötzliche Belastungen der Muskeln benötigen, wie Fußballer, Handballer oder Hockeyspieler.
Wie bei einem Faserriss oder einer Zerrung, beginnt die Diagnose mit der Analyse der Beschwerden . Durch Abtasten der verletzten Region wird der Muskel auf Schmerzen, Blutergüsse und Dellen hin untersucht. Die endgültige Diagnose, ob ein Muskelbündelriss vorliegt, erfolgt durch die Sonographie. Zusätzlich kann ein MRT zur erweiterten Diagnostik eingesetzt werden.
Die Erstversorgung eines Muskelbündelriss erfolgt nach der PECH-Regel. Neben konservativen Behandlungsmethoden wird erst dann operiert, wenn der Riss eine erhebliche Unterbrechung des Muskels darstellt. Ein weiterer Grund für eine Operation ist ein stark ausgedehntes Hämatom, das auf diesem Weg entfernt wird.