Hüfte

Nach dem Kniegelenk ist das Hüftgelenk das zweitgrößte Gelenk des Menschen und bildet den Übergang zwischen Becken und Oberschenkelknochen. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, d. h. der Gelenkkopf ist von der Gelenkpfanne weitestgehend umschlossen und ermöglicht die Bewegungsfreiheit unserer Beine. Die Gelenkflüssigkeit im Inneren des Hüftgelenks ist für die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen verantwortlich. Zudem ist sie für die Schmierung des Hüftgelenks von Bedeutung.

Durch die ständige Bewegung unserer Hüfte ist das Gelenk anfällig für Abnutzungserscheinungen. Im Folgenden sind einige dieser Verletzungen aufgelistet. Sie erfahren dort alles über die Ursachen und die Behandlungen im gelenkwerk Weiberlenn.



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Hüfte | gelenkwerk Weiberlenn

Unsere Leistungen im Überblick:
Eine Beinfehlstellung führt langfristig zu einer Schädigung der Gelenke und muss daher frühzeitig orthopädisch behandelt werden. Fehlbelastungen der Beine sind in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden, sondern entstehen meist erst durch Erkrankungen in Folge eines Gelenkverschleißes. Soweit sollten Sie es keinesfalls kommen lassen, insbesondere weil sich Verformungen der Beine relativ einfach behandeln lassen.

Während einer Untersuchung kann bereits durch den Aspekt des Beines der Verdacht auf eine Achsfehlstellung geäußert werden. Insbesondere Drehfehlstellungen und Fehlfunktionen der Gelenke sind in der klinischen Untersuchung festzuhalten und zu beschreiben, ebenso wie Unterschiede in der Beinlänge und die eventuell beeinträchtigte Funktion.
Mit Hilfe einer langen Röntgenaufnahme wird das gesamte Bein vermessen. Gegebenenfalls können auch Zusatzuntersuchungen wie eine Computertomographie oder Kernspintomographie hinzugezogen werden.
Neben der Beschreibung der Deformität muss nach der Ursache der Fehlstellung geforscht werden. Dies ergibt sich entweder aus der Krankengeschichte oder die weiterführende Diagnostik muss klären, ob es sich z.B. um eine Verschleißerscheinung, eine Stoffwechselerkrankung oder auch um eine angeborene Fehlbildung des Knochens handelt.
Orthopädische Schuhe, Einlagen oder Schienen sind bei Beinfehlstellungen die erste Wahl. Meist lassen sich Bewegungsstörungen der Beine damit verbessern und weitere Schädigungen der Gelenke dauerhaft verhindern. Schwere Verformungen der Beine müssen operativ im Rahmen einer Korrekturosteotomie behandelt werden. Bereits geschädigte Knorpelanteile werden dadurch entlastet.
Schleimbeutel sind körpereigene Polster, die Knochen und Knorpel vor zu großer Reibung schützen sollen. Schmerzen in der Hüfte können durch eine Schleimbeutelentzündung verursacht werden.
Eine Schleimbeutelentzündung an der Hüfte kann viele Ursachen haben: Ob mechanische Überlastung, zu hoher Druck oder Bakterien. Patienten klagen zumeist über Schmerzen in der Hüfte und in der Leistengegend, die sich bei Belastung des Beines verstärken.
Bei Hüftschmerzen ist eine umfangreiche Anamnese des Patienten der erste Schritt der Diagnosestellung. Röntgenaufnahmen und andere bildgebende Diagnoseverfahren geben Aufschluss über die Art und den Grad der Erkrankung. Bei einer Schleimbeutelentzündung der Hüfte kommt es beim Abtasten zu einem Druckschmerz und der Arzt kann möglicherweise die Entzündungsanzeichen Überwärmung und Schwellung fühlen.

Nach einer Blutentnahme und der Untersuchung des Blutes im Labor zeigt sich an bestimmten Parametern, ob eine Entzündung vorliegt. Egal wo im Körper eine Infektion sitzt, es ändern sich dann bestimmte Blutwerte. Sind diese Faktoren erhöht, liegt eine Entzündung vor und wurde durch einen Infekt verursacht. Um die Symptome einer Schleimbeutelentzündung zu lindern, gibt es eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten.

Je nach Ursache, die für die Entzündung des Schleimbeutels in der Hüfte verantwortlich ist, wird eine notwendige Therapie ausgewählt. Für eine erfolgreiche Behandlung ist zunächst abzuklären ob eine andere Krankheit Auslöser der Schleimbeutelentzündung an der Hüfte ist. Anschließend werden Maßnahmen gesetzt, um die Entzündung zum Abklingen zu bringen. Injektionen bieten sich dafür ebenso an wie die Einnahme von Medikamenten. Hilfreich für einen positiven Heilungsverlauf sind außerdem Ultraschall und Elektrotherapie. Dasselbe gilt für heilgymnastische Übungen zur Stärkung der Muskulatur in der Hüfte. Bleiben beide Therapieansätze erfolglos und die Schleimbeutelentzündung in der Hüfte mit ständigen Beschwerden erhalten, muss der Schleimbeutel in einem operativen Eingriff entfernt werden.
Ein Riss der Gelenklippe passiert häufig beim Sport, aber auch bei sich monoton wiederholenden körperlichen Aktivitäten. Bemerkbar macht sich die Labrumläsion durch einen stechenden oder klemmenden Schmerz in der Hüfte. Die natürliche Bewegungsfähigkeit ist eingeschränkt.
Eine Labrumläsion ist mit bildgebenden Diagnoseverfahren nicht immer eindeutig zu identifizieren. Klarheit über die Erkrankung liefern ein Schmerz-Provokationstest oder eine arthroskopische Untersuchung.
Eine leichte Labrumläsion wird mit Injektionen oder speziell auf den Patienten abgestimmten physikalischen Therapien behandelt. Im Fall eines Abrisses sollte in jedem Fall eine operative Wiederherstellung in Betracht gezogen werden. Dafür kommen arthroskopische und offene Operationsverfahren zur Anwendung. Wenn Sie an stechenden oder klemmenden Schmerzen in der Hüfte leiden, ist möglicherweise die Gelenklippe in Ihrer Hüfte in Mitleidenschaft gezogen worden.
Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen gehören zu den typischen Symptomen der Hüftgelenkserkrankung, die auch Knieschmerzen verursacht und daher nicht leicht zu diagnostizieren ist. Die Hüftkopflösung betrifft in erster Linie übergewichtige Jugendliche mit einem bestimmten Körperstatus.
Eine Röntgenuntersuchung beider Hüftgelenksknochen sichert eine eindeutige Diagnose. Wird eine Hüftkopflösung diagnostiziert, sind sofort die entsprechenden orthopädischen Maßnahmen einzuleiten. Unbehandelt kann die Erkrankung irreparable Schäden zur Folge haben.
Eine wesentlich therapeutische Maßnahme bei einem Hüftkopfabrutsch ist die sofortige Operation. Die weitere Belastung der Hüfte ist strikt zu vermeiden. Je nach Art und Stadium der Erkrankung wird die Hüftkopfkappe mit Schrauben oder Drahtstiften fixiert. Nach dem Krankenhausaufenthalt stellt die anschließende Physiotherapie sicher, dass die volle Beweglichkeit der Hüfte wieder hergestellt werden kann.
Eine Hüftarthrose bezeichnet den zunehmenden Verschleiß der Knorpel im Hüftgelenk. Sie ist eine ernsthafte Erkrankung, die sich fortschreitend verschlechtert und die Lebensqualität betroffener Menschen zunehmend einschränkt. Ursache für eine Arthrose des Hüftgelenks können aber auch freie Gelenkkörper sein, die nicht rechtzeitig beseitigt werden. In jedem Fall äußert sich eine Hüftarthrose mit typischen Beschwerden.
Zur sicheren Diagnose einer Hüftarthrose wird ein Röntgenbild angefertigt, das Aufschluss über den Grad der Erkrankung bietet. Unmittelbar danach müssen entsprechende therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden. Eine Verschlechterung der Hüftarthrose, die bis zu einer Nekrose des Hüftkopfes reichen kann, kann nur so verhindert werden.
Die Möglichkeiten der Behandlung einer Hüftarthrose richten sich nach dem Grad der Erkrankung. Mit Hilfe von Medikamenten kann eine Linderung der Hüftschmerzen erzielt werden. Übergewichtige Patienten sollten ihr Gewicht reduzieren, um die Überlastung der Hüftgelenke dauerhaft zu verringern. Eine fortgeschrittene Hüftarthrose wird operativ behandelt. Meist wird dabei eine stadiengerechte, der gewünschten Belastbarkeit angepasste, endoprothetische Versorgung durchgeführt.
In Abhängigkeit vom biologischen Alter, der gewünschten Belastbarkeit und weiterer individueller Faktoren wird mit dem Patienten das geeignete Verfahren ausgewählt und durchgeführt. Entscheidenden Anteil hat auch hier die nachfolgende Rehabilitation unter regelmäßiger Kontrolle der Operateurs.
Eine Hüftgelenkentzündung erkennt man an den starken Schmerzen die sie auslöst. Betroffene zeigen zunächst einen schaukelnden Gang, bevor aufgrund zunehmender Schmerzen eine Belastung der Hüfte unmöglich wird. Die bakteriell bedingte Hüftgelenkentzündung geht mit Fieber, Abgeschlagenheit und Herzrasen einher. Eine Hüftgelenkentzündung ist, insbesondere wenn sie durch Bakterien ausgelöst wird, eine sehr ernste Erkrankung, die unmittelbare medizinische Maßnahmen erfordert. Unbehandelt verschlechtert sich die Erkrankung in kurzer Zeit deutlich.
Zunächst wird im Rahmen der Anamnese festgestellt, ob es Vorerkrankungen gibt, die die Entzündung verursacht haben können. Begleiterscheinungen wie Rückenschmerzen, andere Gelenkschmerzen oder Fieber können auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen. Weitere hilfreiche Untersuchungsmethoden sind Ultraschall-, Röntgen-, CT- oder MRT-Untersuchungen. Durch eine Blutuntersuchung kann ein rheumatischer Prozess oder eine Infektion nachgewiesen werden.
Um die Schmerzen zu lindern, wird bei einer Hüftgelenkentzündung das betroffene Bein entlastet und in eine Schonhaltung gebracht. Eine bakteriell bedingte Entzündung wird unterbunden, indem eine medikamentöse Therapie mit Antibiotika verschrieben wird. Unbehandelt führt die bakterielle Koxitis zu massiven Schädigungen der Hüftgelenke. Eine Operation ist meist dringend angeraten. Dabei wird der Eiter im Rahmen einer Hüftgelenkpunktion entfernt.
Durch die ständige Beanspruchung wird der freie Gelenkkörper mit der Zeit abgeschliffen, was zu einer Bewegungseinschränkung der Hüfte führen kann. Sie kann aber auch zur Folge haben, dass weitere freie Gelenkkörper durch Absprengung von Knorpel- oder Knochenmaterial entstehen. Erst in diesem Stadium der Erkrankung beklagen sich Betroffene über zum Teil starke Schmerzen in der Hüfte. Spätestens jetzt ist eine umgehende Behandlung der Erkrankung unverzichtbar.
Die Erkennung von Frühstadien, die Beurteilung der Defektgröße und der Grad der Weichteilbeteiligung sind vor allem durch die Kernspin- bzw. die Computertomographie möglich. Das Röntgenbild macht den Gelenkkörper selbst oder die zugrunde liegenden Gewebeveränderungen sichtbar. Hierfür sind zum Teil Spezialaufnahmen erforderlich, da manche Prozesse im konventionellen Strahlengang nicht erkennbar sind. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit einer Arthroskopie mit einer entsprechenden Optik, mit der der Gelenkschaden gut beurteilt werden kann.
Der freie Gelenkkörper kann in bestimmten Fällen mit Schrauben refixiert werden, durch ein Transplantat ersetzt oder ersatzlos entfernt werden. Nach Entfernung des freien Gelenkkörpers wird je nach Situation eine mehrfache Anbohrung im Bereich des Gewebedefektes durchgeführt, um eine Revitalisierung des Gewebes und eine Gewebeneubildung aus dem Knochen anzuregen.