Fuß

Der Fuß besteht aus dem Mittelfuß, der Fußwurzel und den Zehen. Den Mittelfuß unterscheidet man noch einmal in Ballen, Sohle, Ferse, Spann und Rist. Die Gelenke des Fußes und der miteinander in Verbindung stehenden Knochen werden über die Muskulatur des Unterschenkels, sowie über die kurzen Fußmuskeln bewegt.

Durch die stetige Belastung des Fußes und des Gelenkes kann eine Verletzung am Fuß schnell auftreten. Im Folgenden sind einige dieser Verletzungen aufgelistet. Sie erfahren dort alles über die Ursachen und die Behandlungen im gelenkwerk Weiberlenn.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin im gelenkwerk!

Fuß | gelenkwerk Weiberlenn

Unsere Leistungen im Überblick:
Unsere Knochen passen sich auf die wirkenden Belastungskräfte dynamisch an. In Bereichen höherer Belastung wird Knochengewebe aufgebaut, in Bereichen niedrigerer Belastung wird es abgebaut. Dies ist ein laufender Prozess, der langsam von statten geht. Wird ein Knochen über längere Zeit stark belastet, kann es passieren, dass sich der Knochen nicht schnell genug verfestigt und eine Stressfraktur entsteht.
Schmerzen und Schwellungen sowie die Belastungsunfähigkeit des Fußes sind nur einige der Symptome, die mit einem Ermüdungsbruch einhergehen.
Die Diagnose der Stressfraktur aufgrund von Knochenermüdung ist nicht immer einfach. Meist ist er auf dem Röntgenbild erst nach einigen Wochen nachzuweisen. Mit Hilfe der Kernspintomographie ist eine frühere Diagnoseerstellung möglich und die notwendigen Therapiemaßnahmen können sofort eingeleitet werden. Bei Verdacht auf einer Stressfraktur sollten Sie sich daher unbedingt sofort an einen Facharzt wenden.
Je nachdem, wo die Stressfraktur eingetreten ist, sind unterschiedliche Therapieansätze erforderlich. In jedem Fall ist eine Entlastung des betroffenen Knochens vonnöten. Bei einer Marschfraktur wird der Mittelfußknochen mit Hilfe eines speziellen orthopädischen Schuhs entlastet. Waden- und Schienbein-Stressfrakturen werden mittels Schiene für die Dauer von vier bis sechs Wochen ruhig gestellt. Ziel der therapeutischen Maßnahmen ist es, die Belastungsunfähigkeit am Fuß schnellstmöglich wieder aufzuheben.
Ein Spreizfuß wird durch eine Überbelastung des Fußes ausgelöst, wie es bei Übergewicht oder beim Tragen von hohen Schuhen vorkommt. Dabei senkt sich das Quergewölbe ab und der Vorfuß wird verbreitert. Druckschmerzen und Hornstellen am Fuß können entstehen. Die natürliche Bewegungsfähigkeit wird zunehmend eingeschränkt. Dies kann zu Folgeerkrankungen führen.

Bei einem Spreizfuß liegt die Diagnose durch das äußere Erscheinungsbild des Fußes und die vorliegenden Beschwerden meist nahe. Typisch für einen Spreizfuß sind das abgesenkte Fußgewölbe und schmerzhaft drückende Schwielen am Ballen.

Eine Röntgenuntersuchung ist beim Spreizfuß nur dann zur Diagnose erforderlich, wenn die Fußverformung äußerlich nicht eindeutig zu erkennen ist. Hierbei kann der Arzt das Ausmaß der Fußfehlbildung genau beurteilen.

Zuerst muss der Spreizfuß entlastet werden um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Eigene Einlagen, das Tragen bequemer Schuhe und Fußgymnastik sind nur einige der möglichen Therapieansätze. Schmerzen oder Entzündungen werden meist medikamentös behandelt. Folgeerkrankungen wie das Morton Neurom, Krallen- oder Hammerzehe und andere bedürfen eigener Therapieformen.
Der Schneiderballen ist eine Folgeerkrankung eines unbehandelten Spreizfußes. Durch die Ausbreitung der Mittelfußknochen wird der Fuß einem immer stärkeren Druck ausgesetzt, insbesondere beim Tragen von hohen Schuhen. Das ist auch der Grund warum Frauen von dieser Erkrankung wesentlich häufiger betroffen sind als Männer. Schleimbeutelentzündungen und Verhornungen der Fußhaut sind die Folge. Die orthopädische Therapie zielt auf eine Linderung der mit dem Schneiderballen verbundenen Beschwerden ab.
Ein Schneiderballen lässt sich in den meisten Fällen bereits durch die Vorwölbung und Verbreiterung des Mittelfußköpfchens diagnostizieren. Wird während der Untersuchung schon das Ausmaß der Erkrankung sichtbar und eine Operation unausweichlich, wird die Fehlstellung anhand einer belasteten Röntgenaufnahme des Vorfußes analysiert.
Abgesehen von der operativen Verkleinerung des Vorfußes können auch konservative Therapiemaßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden führen:

  • Gepolsterte Schuhe
  • orthopädische Spreizfußeinlagen
  • Barfußgehen zur Stärkung der Fußmuskulatur
Die typischen Beschwerden beim Morton Neurom sind brennende oder stechende Schmerzen, insbesondere beim Tragen von Schuhen. Diese Fußschmerzen können bis in die Zehen ausstrahlen und verursachen Probleme beim Gehen. Fast immer wird ein Morton Neurom durch einen Spreizfuß ausgelöst. Der ständige mechanische Reiz auf die Plantarnerven schädigt diese und löst eine krankhafte Vermehrung des Gewebes aus.
Der gutartige Tumor verursacht beim Tasten Schmerzen über dem Mittelfußköpfchen. Größere Wucherungen können auch mittels Ultraschall entdeckt werden. Ergänzend durchgeführte Röntgenuntersuchungen dienen dazu, andere in Frage kommende Ursachen für die Fußschmerzen auszuschließen.
Die Morton Neurom Therapie dient in erster Linie dafür, den Druck auf die Plantarnerven zu verringern. Fußeinlagen zur Unterstützung des Fuß-Quergewölbes verhelfen zu einer raschen Besserung. Je nach Stadium der Erkrankung sind Injektionen, Kältetherapie, Medikamente, Ultraschall und andere Maßnahmen für den Gesundungsprozess förderlich. Alternativ dazu bietet sich die chirurgische Entfernung des erkrankten Gewebes an.
Ein Knicksenkfuß entsteht durch eine schwache Fußmuskulatur oder durch eine Funktionsstörung. Beispielsweise ausgelöst durch eine Sehnenscheidenentzündung am Fuß. Auch Unfälle können Auslöser für einen Knicksenkfuß sein. Wenn die Sehnenfunktion versagt, hat dies Fußschmerzen und Bewegungseinschränkungen zur Folge. Betroffene klagen oft über Schmerzen unter dem Fuß-Innenknöchel, häufig ist dieser auch geschwollen. Gleichzeitig nimmt die Möglichkeit ab, längere Strecken zu gehen.

Einen Knicksenkfuß erkennt man am Beginn meist nur anhand eines Fußabdruckes, da er zunächst nicht mit Schmerzen verbunden ist. Da sich ein unbehandelter Knicksenkfuß zu einem problematischen Knickplattfuß entwickeln kann, ist eine umgehende Behandlung angeraten. Eine Röntgenuntersuchung des Fußes gibt Aufschluss über den Grad der Erkrankung und daraus leiten sich dann die Therapiemaßnahmen ab.
Die wichtigste Maßnahme zur Eindämmung des Knicksenkfußes ist das Tragen von orthopädischen Schuheinlagen, die die Wölbung in der Sagittalebene stützen. Ergänzend dazu können physikalische Maßnahmen, wie zum Beispiel Ultraschallanwendungen das Behandlungsergebnis verbessern. In manchen Fällen ist eine Operation nötig, die eine weitere Verschlechterung der Fußstellung verhindern soll.
Die Achillessehne gilt als stärkste Sehne im menschlichen Körper und erfüllt eine wichtige Funktion: Sie ermöglicht die kraftvolle Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle. Beschwerden in der Achillessehne entstehen meist bei einem Riss durch Überlastung. Beim Gehen, Laufen oder Springen wirkt jeder einzelne Schritt mit dem Vielfachen des eigenen Körpergewichtes auf die Achillessehne. Kommt es zu einer übermäßigen Belastung, kann es zu einem Riss oder einer Durchtrennung der Sehne kommen. Ein Riss der Achillessehne ist meist deutlich hörbar, ähnlich einem Peitschenhieb. Gleichzeitig treten stechende Wadenschmerzen in der Nähe der Ferse auf.
Zuerst werden frühere Beschwerden im Bereich der Achillessehne und sportliche Aktivitäten besprochen. Dies dient dazu, um herauszufinden, welche Aktionen die aktuellen Schmerzen ausgelöst haben.
Das betroffene Sprunggelenk wird durch Tasten auf Funktion und Schmerzempfindlichkeit beurteilt. Beim sogenannte Wadenkneiftest nach Thompson drückt man die Wadenmuskulatur zusammen. Bewegt sich der Fuß nicht reflexartig in eine Spitzfußhaltung, also Fußspitze nach unten und Ferse nach oben, liegt aller Wahrscheinlichkeit nach ein Verletzung der Achillessehne vor.

Eine Untersuchung mittels MRT bzw. Ultraschall und eine anschließende konservative oder operative Behandlung sind dann in jedem Fall vonnöten.

Konservativ
Der Fuß in eine Spitzfußstellung gebracht, damit die erkrankte Achillessehne in ungedehntem Zustand an der gerissenen Stelle wieder zusammenwachsen kann. Eine vollständige Heilung tritt meist nach rund sechs bis acht Wochen ein.

Operativ
Hier wird die Haut über dem gerissenen Sehnenanteil aufgeschnitten und die die Sehne genäht. Die Nachbehandlung erfolgt in einem speziellen Stiefel. Alle zwei Wochen wird der Gips erneuert und die Fußstellung dem Behandlungsfortschritt angepasst. Die rund sechs bis acht Wochen dauernde Behandlung wird meist durch eine Bewegungstherapie ergänzt.

Ein Hallux valgus führt zu Bewegungseinschränkungen, verursacht durch das jahrelange Tragen des falschen Schuhwerks. Nicht jede Schiefzehe muss behandelt werden. Angeraten ist eine Therapie bei Fußschmerzen, starken ästhetischen Beeinträchtigungen oder entzündlichen oder schmerzhaften Veränderungen im Bereich des Fußballenspreizfuß. Das Quergewölbe des Fußes wird abgesenkt, wodurch sich die Zugrichtung der Fußmuskeln und –sehnen ändert.
Ein Hallux valgus ist meist einfach zu diagnostizieren. Oft genügt ein Blick auf die Fehlstellung durch einen Facharzt. Röntgenaufnahmen ermöglichen die genaue Beurteilung der Fußfehlstellung und des eingetretenen Gelenkverschleißes.
In einem frühen Stadium der Erkrankung wird Ihnen zunächst zu einer Schienenbehandlung oder einer Versorgung mit orthopädischen Behelfen geraten. Eine Operation vom Hallux valgus ist nur bei fortgeschrittener Schiefzehe mit Fußschmerzen und Entzündungen angeraten, oder wenn es aus ästhetischen Gesichtspunkten notwendig erscheint.