Sportmedizin


Verletzungen im Golfsport – Probleme und Ursachen

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Über 50% der Mitglieder im Deutschen Golf Verband sind älter als 55 Jahre. Der Anteil der älteren Golfspieler steigt ständig. Damit steigt auch der Anteil derjenigen Golfer die mit einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenk weiter ihren Sport ausüben wollen. Patienten mit Arthrose beispielsweise im Hüft- oder Kniegelenk erhoffen sich nach Einsetzen eines Kunstgelenkes nach der Operation mindestens mit gleicher wenn nicht sogar gesteigerter Intensität schmerzfrei weiter Golf spielen zu können.

Risiken beim Golf

Helmut M. K. Weiberlenn schätzt den Golfsport als so genannte low-impact Sportart als unkritisch für Patienten mit künstlichen Hüft- oder Kniegelenken ein. In verschiedenen Studien zeigte sich, dass über die Hälfte der Golfspieler innerhalb von 6 Monaten zum Golfsport zurückgekehrt war. Über 80% der Patienten gaben an, genauso oft oder öfter im Vergleich zu der Phase vor der Operation Golf zu spielen. Die Anzahlt der Golfspieler, die nach der Operation ein motorisiertes Golfcart benutzten halbierte sich nach der Operation. Zwischen Männern und Frauen gab es keinen Unterschied. 60% der operierten Patienten konnten ihr Handicap auf gleichem Niveau halten, 10% sogar verbessern. Golf spielen verbessert vor allem die Herz-Kreislauf-Fitness und Prof. Lill empfiehlt in der Regel den Golfsport auch nach Einsetzen eines künstlichen Gelenkes.

Ursachen von Problemen beim Spielen

Ursachen für die Verletzungen im Golfsport sind Überbeanspruchung, Fehlschläge, Überschwung, fehlendes Aufwärmtraining, Überdrehung der Wirbelsäule während des Schwunges und nicht optimale Ausrüstung.

Häufigste Probleme beim Golf

Helmut M. K. Weiberlenn berichtet, dass Rückenprobleme und Knieverletzungen die häufigsten orthopädischen Probleme beim Golfsport sind. Die Verletzungsanfälligkeit beim Golfsport wird allgemein unterschätzt. Eine Erklärung für die relativ hohe Verletzungsrate ist das wiederholte Beugen und Verdrehen des ganzen Körpers beim Golfschwung.

Präventivmaßnahmen

Weltweit erfreut sich der Golfsport einer ständig wachsenden Beliebtheit. Die meisten Hobbygolfer befinden sich im höheren Alter. Allen Hobbygolfern gemeinsam ist, dass sie in der Regel keinerlei Präventivtraining betreiben.
In der Untersuchung der Biomechanik des Golfschwunges zeigt sich, dass erhebliche Drehkräfte auf die Schultern, Ellbogen, Wirbelsäule, Hüfte, Knie und Sprunggelenke auftreten. Mit geeignetem Schuhwerk können die Drehkräfte beim Abschlag reduziert werden.